Links des Tages
- Lieblingspornoseiten sollte man lieber ohne Links posten. (via)
- Regierung gibt Auskunft über polizeilich geführte Datenbanken:
Zu den größten Dateien allgemein gehören Erkennungsdienstliche Behandlungen mit bald sechs Millionen Betroffenen, die Schengen-Fahndungsinstrumente mit bald 4,5 Millionen gelisteten Personen und 4,3 Millionen Sachen sowie Kriminalaktenaufzeichnung. Die Fingerabdruckdatei AFIS zur Personenidentifizierung enthält derzeit rund 2,5 Millionen Datensätze. Digital vorliegen hat das BKA bereits 2,2 Millionen Finger- und Handflächenabdrucke.
- Passend dazu gibt es dann noch POLIKS und mPOLIKS von der Berliner Polizei - eine Software für den einheitlichen Zugriff auf polizeiliche Datenbanken - auch mobil via UMTS und Windows Mobile Geräten.
- Lobbyisten auf Sendung bei der ARD. Über das häufige Auftreten von INSM-Lobbyisten bei Anne Will und Co.
- Dank riesiger Unterstützung kann die Piratenpartei bundesweit gewählt werden!
- fukami hat PDF-Slides erstellt mit interessanten Detail-Informationen zu Netzsperren in Deutschland.
- Empfehlenswerte Doku »Der gläserne Deutsche« (44 Min.) in der ZDF-Mediathek verfügbar.
- Familienministerin v. d. Leyen fordert einen Verhaltenskodex fürs Web, insbesondere für soziale Netzwerke. Sie will »mit den Verantwortlichen solcher Kommunikationsforen, aber auch mit der Kompetenz der Jugendlichen einen Verhaltenskodex entwickeln.« - Ich finde: Entsprechender Unterricht zu moderner Kommunikation, Datenschutz und Netiquette in den Schulen würden ein Anfang sein. Können die Politiker auch gleich nochmal die Schulbank drücken. Passend dazu ein lesenswerter Freitag-Artikel: »Unser Netz muss sauber bleiben«:
Keine fremde Macht bemüht sich via Internet, Kinder und Jugendliche mit schmutzigen Bildern und Ideen zu infiltrieren, sondern der universale Zwang zur Selbstverdinglichung reproduziert sich, lediglich verschärft, eben auch im Netz. Wer diesem Prozess unbedingt pädagogisch zu Leibe rücken will, sollte nicht die Medien-, sondern die Sozialkompetenz stärken. Und im Hinterkopf behalten, dass sexuelle Gewalt, wie die meisten Verbrechen, häufiger zu Hause vorkommt als im virtuellen Raum.
- Der nächste tote russische Menschenrechtler.
- BKA fühlt sich gerüstet für Netzsperren und die FDP erzählt wieder lustige Sachen in altbekannter Manier:
Einen Gang vor das Bundesverfassungsgericht halte er persönlich für wahrscheinlich, “sofern eine Regierungsbeteiligung der FDP ausbleiben sollte”. Eine Politik, die mit einem “ungeeigneten Gesetz” nur dem Eindruck des “Wir tun was” diene, lehnt Behlen “entschieden ab”.
- Das gerüstete BKA ist übrigens jenes hier.
- Wii-Bowling für Senioren. Sehr geile Idee!
- Die nächste Zugfahrt ist gerettet: The Secret of Monkey Island für das iPhone bzw. Ipod touch. Gleichzeitig mein erster iTunes-Store-Kauf ever, nach den OS-Updates. Bin gespannt.

- BVerfG: Eingeschränkte Erteilung von Aussagegenehmigungen und Verweigerung der Herausgabe von Unterlagen an BND-Untersuchungsausschuss zum Teil verfassungswidrig. Die Oppositionsparteien wollen zu einer BND-UA-Sondersitzung noch in der Sommerpause zusammenkommen.
- Computerhersteller legen in China freiwillig Filter-Software “Green Dam” bei (teilweise bereits installiert).
Wikimedia Commons: National Portrai Galery versucht, »geistige Eigentumsrechte« auf 500 Jahre alte Bilder gewährt zu bekommen, indem sie das Fotografieren gemeinfreier ausgestellter Werke untersagt und ein Copyright auf eigene Abbildungen geltend macht. 3000 übernommene Bilder sollen aus Wikimedia Commons vom Autor »dauerhaft« gelöscht werden, sowie alle Kopien im Internet. Denn eigentlich will die Galery 100 bis 400 Pfund für die Verwendung eines der Bilder auf einer Website. Auch ein Geschäftsmodell.
Angst vor illegalen Mitschnitten: Kinobesucher mit Nachtsichtgeräten überwacht - Leute, irgendwo hört der Spaß auf. Wie soll man denn da noch unbeobachtet in der Nase bohren, während der Film läuft. Demnächst dann Bundeswehr-Einsatz mit Nachtsichtgeräten in Kinos.

Liebe/Hass: Rammstein drohen Fans und Medien - schade um die Band. War eine der wenigen, deren CD-Kauf sich für mich bislang noch lohnte, weil ich die Künstler unterstützen wollte. Durch solche Aktionen hat sich bei mir schon Metallica ins Aus befördert. Wieder Geld gespart.
- Die Verleger hinterfragen die Kulturflatrate und fordern weiterhin ein Leistungsschutzrecht.
- Die Post will einen Online-Brief anbieten.
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