Kritik am Osterprogramm der Privaten kam auch aus der Politik. So sagte
der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU):
“Es wäre wünschenswert, dass auch die privaten Medien auf die
religiösen Gefühle der Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger Rücksicht
nehmen. An diesem Osterfest ist dies nicht gelungen.” – Osterprogramm
im Privat-TV: Politiker und Bischöfe empört über “Brutal-TV” – Sender
wehren sich – Politik – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten
Und was ist mit den nicht-religiösen Gefühlen der Minderheit? Auf allen anderen Sendern lief doch nur besinnliches. Ich verstehe die künstliche
Aufregung um die Ausstrahlung von Actionfilmen über Ostern nicht. Im Gegenteil, Bruce Willis war meine Rettung! Naja, fast zumindest. Und wer unbedingt religiösen Bräuchen frönen muss, der macht halt die Kiste aus und kümmert sich um Kind und Kegel – soziales Miteinander ganz ohne Werbeunterbrechung. Ach, da fällt mir ein: Echte Aufregung verdient hingegen die “
SAT.1-Dauerwerbesendung”, die hin und wieder vom Film unterbrochen wurde. So – und nun schaue ich “Indiana Jones und der letzte Kreuzzug”.
Sehr lesenswert ist auch der TP-Artikel
“Angriff auf die öffentliche Ordnung – Ein Oster-Kommentar”:
[…] Thomas Jefferson, einer der Väter der aufgeklärten, säkularen Demokratie, meinte (sinngemäß): “Das einzige, das man mit einer lächerlichen Idee tun kann, ist, sie lächerlich zu machen.” Also, liebe Programmchefs, erhört die Bitten unserer Bischöfe. Zeigt Monty Pythons Ostern-gerechte Satire “Das Leben des Brian”!
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