So langsam aber sicher hab ich (und viele andere auch) “die Faxen dicke”—SCO klagt ja momentan unter anderem gegen IBM, weil Teile des Linux-Quellcodes wohl urheberrechtlich geschützt seien. Bis heute allerdings hat SCO sich aus “Verfahrensgründen” nicht bereit erklärt, Beweise für die Behauptungen vorzulegen.
SCO vertreibt selbst ein Unix System, musste den Vertrieb jedoch zeitweilig aufgrund des Verfahrens einstellen. Ein veröffentlichtes Schreiben behauptete, Linux Benutzer könnten für die Nutzung von Linux haftbar gemacht werden.Trotzdem gehen die Bemühungen SCO weiter, beipielsweise mit Lizenzen, die auf die Distrubtoren/Benutzer von Linux zukommen sollen, oder neuerdings ist sogar von einer Art “Linux-Steuer” die Rede.Dies alles sind nur ein paar Beispiele von dem, was sich dieses Unternehmen ausgedacht hat, um Front gegen Linux zu machen—Die Frage ist der Sinn und Zweck der ganzen Story.Vielleicht steht SCO einfach das Wasser bis zum Hals oder hat Angst, durch Linux im Serverbereich weiter an Boden zu verlieren und zieht jetzt so ein Affentheater auf. Eine andere Möglichkeit wäre das schnelle Vordringen von Linux in den Anwenderbereich, wie es Behörden in Deutschland schon vormachen—Damit könnte eventuell Microsoft wieder mit von der Partie sein. Wundern würde es mich nicht. Durch diese Unternehmungen würde das Vertrauen in Linux wieder sinken – man hätte einen Angriffspunkt. Die dritte Möglichkeit wäre einfach – das Geld (leider) – SCO würde nach Durchbringen einer Klage gegen IBM Lizenzen für Linux einführen, die Firmen mit Linux im Servereinsatz, Distributoren und im Endeffekt den “normalen User” belasten würden – ein Millionen Geschäft. Die letzte Variante scheint am wahrscheinlichsten, da SCO durch eigene Unix-Lizenzen nicht viel Geld verdient und sie jetzt sehen, was für ein Run auf “Freie Software” und insbesondere Linux herrscht, wollen sie einen Stück vom Kuchen schnorren. Ich freue mich dann schon auf die europäischen Software-Patente, die im Gespräch sind. Damit sind technologische Fortschritte dann auf einen kleinen elitären Kreis beschränkt, freie Entwickler schulen zu Bäckern um und Software wird dann nicht mehr finanzierbar sein. Was für eine tolle Idee – aber von Politikern ist leider heutzutage nicht mehr viel zu erwarten.Wenn alles so weiter läuft mit der Software-Industrie (Hi Bill and Palladium…), Film- und Musiklobby, Verwertungsgesellschaften usw, dann ist es bald vorbei mit “Ideenreichtum” und harter Arbeit—es verdienen doch heute schon größtenteils diejenigen, die gar nichts mit dem eigentlichen Produkt zu tun haben.Wenn der Benutzer, Bürger, Audiophile und Filmliebhaber aber weiterhin dieser gigantischen Geldmaschinerie ohne vernünftigen Gegenwert sein hart verdientes Geld “opfert”—wo bleibt dann die Freiheit und Gerechtigkeit (jaja-ich-weiss…)? Die Anerkennung und Entlohnung für die Menschen, die die ganze Arbeit machen. Die Programmierer, die vor allem im Open-Source Bereich für bessere und vor allem freie Software sorgen, die jeder einfach benutzen und weiterentwickeln kann. Oder die Musiker, die ihr ganzes Leben gute Musik komponieren, aber leider keine Chance gegen so “Rock-Gören-mit-Quitschestimmchen-hallo-ich-bin-Superstar” haben, weil sie einfach hochgepusht werden, ausgenommen werden (vergleichsweise) und dann wieder weg vom Fenster sind.”Blockbuster” und Kassenknüller, die in Kinos gezeigt werden, in denen der Betreiber bei einer verkauften Karte über die Hälfte an den Filmverleih abgeben und nur durch den Verkauf teurer Getränke und einer Handvoll Popcorn-zu-5€ überlebt und den Kinobetrieb daraus finanziert.Ich warte mal ab, wann endlich mal jemand was gegen diesen ganzen Mist unternimmt. Oder habt Ihr noch nicht genug und vor allem noch zu viel Geld?!Ich für meinen Teil werden jedenfalls da nicht mitmachen…So jetzt bin ich auf Kommentare gespannt 